Verlässliche Tarifinformationen in BahnApp notwendig

Können ab 2025 VHB-Tarife im DB-Navigator abgerufen werden?

Die elektronische Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn ist eine der beliebtesten Anwendungen für Mobiltelefone. Schnell und zuverlässig lassen sich Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln abrufen und Tickets buchen. Doch bei Fahrtzielen im Geltungsbereich des Verkehrsverbunds Hegau-Bodensee (VHB) bekommen Fahrgäste nicht selten einen Schreck. So weist der sogenannte DB Navigator beispielsweise für die kurze Strecke von Gottmadingen ins Singener Industriegebiet Kosten von 26,50 Euro aus. Niemand ist so dumm, für diesen Fahrpreis, das Auto stehen zu lassen. Muss man auch nicht, denn der Preis ist nicht korrekt. Die Verbundfahrkarte kostet für diese Strecke im Einzelverkauf nur drei Euro.

Ablachtalbahn: Neue Züge für stillgelegte Gleise?

Storz fragt nach Planungsstand und Entwicklungsperspektiven

Wann wird der Ausflugsverkehr auf der Biberbahn genannten Bahnstrecke zwischen Stockach und Mengen durch einen regelmäßigen Schienennahverkehr ersetzt? Nachdem der ehemalige Bahnhaltepunkt in Mühlingen am 1. Mai wieder eröffnet wurde, hat der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) in einem parlamentarischen Antrag das Verkehrsministerium um Auskunft über die aktuellen Planungsstände gebeten. Dabei war dem Abgeordneten aus Singen wichtig, auch Informationen zum Fernverkehrspotential der sogenannten Ablachtalbahn zu erhalten. Denn: „Selbst bei optimistischen Annahmen wird die Gäubahn erst ab Mitte der 2030er Jahre eine schnelle Reisezeit nach Stuttgart anbieten können“ sagt Storz. Jede Baustelle führe jedoch zu monatelangen Sperrungen. Deswegen benötige der Bodenseeraum Alternativ-Anschlüsse an das Fernverkehrsnetz der Bahn. „Diese müssen frühzeitig geplant und vorbereitet werden,“ fordert der Abgeordnete.

Gäubahn-Ausbau: Bahn bemüht sich endlich

Hans-Peter Storz MdL - Clarissa Freundorfer (DB) - OB Bernd Häusler

Hans-Peter Storz: Für Singen sind die südlichen Abschnitte besonders wichtig

In den Ausbau der Gäubahn zwischen Singen und Stuttgart kommt etwas Bewegung. Daher bekommt der Hegau auch einen Markenbotschafter für die störanfälligen und viele Kilometer eingleisigen Strecke. Zur Taufe eines ICE-2 Zugs auf den Namen Hegau kamen die neue Bevollmächtigte der Deurschen Bahn für Baden-Württemberg, Clarissa Freundorfer, Landesverkehrsminister Winfried Hermann und der Bevollmächtigte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Staatssekretär Michael Theurer MdB nach Singen.

Allzu viele positive Nachrichten hatte Freundorfer nicht im Gepäck. Hans-Peter Storz nutzte daher die Gelegenheit der Bahnmanagerin die Forderungen der Region sichtbar ins Gedächtnis zu bringen: Er überreichte Freundorfer ein Brot eines Singener Bäckers mit dem Hohentwiel und zwei Bahngleisen und machte so deutlich, wo aus Sicht des Landkreises Konstanz der größte Handlungsbedarf auf der Gäubahn besteht. Etwa 70 Kilometer lang ist die Linie nur eingleisig, nachdem das zweite Gleise durch die französische Besatzung 1945 abgebaut wurde. Dieser große eingleisige Abschnitt verursacht immer wieder Verspätungen und setzt Beschleunigungen enge Grenzen.

Quagga-Muschel ist ein unwillkommener Bote des Klimawandels


 
Wie verändert die Ausbreitung der Quagga-Muschel das Ökosystem des Bodensees und was lässt sich dagegen unternehmen? In einem Antrag hat der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) aus Singen die Landesregierung um Auskunft geben. Die wenig erfreuliche Aussicht: Die weitere Ausbreitung der Muschel lässt sich kaum noch aufhalten. Die Folgen sind fatal, denn sie beeinträchtigt die Artenvielfalt im See. Besonders betroffen ist der Felchen, eines der wichtigsten Bodenseefische überhaupt. Dieser ist bedroht und unterliegt einer dreijährigen Schonzeit. Für die wenigen verbliebenen Bodenseefischer ist dies eine ernste Bedrohung.

Schneckentempo beim Gäubahn-Ausbau wird noch langsamer


Mit dem Bau des zweiten Bahngleises bei Horb sollte eine wichtige Engstelle in der Bahn-Verbindung zwischen Singen und Stuttgart beseitigt werden. Doch bis die Fahrgäste etwas davon haben, vergehen weitere Monate, kritisiert der Verkehrsexperte der SPD im Landtag, Hans-Peter Storz. Denn die Bahn hatte mitgeteilt, dass die vier Kilometer lange Neubaustrecke erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 für den Zugverkehr freigegeben werde. „Die Bahn will bei Horb den ersten Preis für die langsamste Baustelle Deutschlands gewinnen,“ mutmaßt der Landtagsabgeordnete aus Singen.

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