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Nicht nur Felchen und Kormoran

Veröffentlicht am 30.09.2021 in Landespolitik

Immer weniger Felchen im Bodensee

Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz (SPD) bringt Antrag zur Fischerei am Bodensee in Landtag ein – „Beteiligung der Fischer und Angler ist wichtig.“

Im See gibt es immer weniger Blaufelchen. Schon lange machen Berufs- und Freizeitfischer darauf aufmerksam. Der Singener Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz hat nun in einem Antrag die Landesregierung um Auskunft zu einem umfangreichen Fragekatalog zur Lage der Fischerei am Bodensee gebeten. Dabei spricht Storz auch ein zwischen Fischern und Naturschutz besonders umstrittenes Problem an: den Kormoran.

Nicht nur der Kormoran, auch andere Veränderungen im Ökosystem Bodensee haben Einfluss auf die Zahl der Fische, die im See leben. Storz fragt nach, welche Zahlen zur Entwicklung der Fischbestände im See der Landesregierung bekannt sind und wie sich Veränderungen im Ökosystem des Sees auf die Fischbestände auswirken. Denn nicht nur der fischhungrige Kormoran, sondern auch zugewanderte Tierarten wie die Quagga-Muschel haben Einfluss darauf, wie sehr sich heimische Fischarten im See noch wohlfühlen. Mit dem Stichling beispielsweise haben die Felchen einen Konkurrenten im See bekommen, der sie ebenfalls verdrängt. Fehlende Laichplätze oder eine zunehmende Uferbebauung können ebenfalls Einfluss haben, sagt Storz, der Sprecher der SPD-Fraktion für Fischerei im Landtag ist.


Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD im Kreistag des Bodenseekreises, Norbert Zeller, hatte Storz das Gespräch mit den Berufsfischern und Anglern am See gesucht und viele Vorschläge und Wünsche an die Politik mitgenommen. So wurde das Kormoran-Management, das in Vorarlberg praktiziert wird, als Modell auch für den baden-württembergischen Teil des Sees genannt. „Wir wollen wissen, wie die Landesregierung die Praxis in unserem Nachbarland beurteilt,“ erläutern Storz und Zeller die Fragen. Es geht außerdem um die Rolle der Fischbrutanstalt in Langenargen. „Werden die Mittel des Landes für diese Einrichtung auch effektiv eingesetzt?“, lautet ein weiteres Thema im Antrag.


„Der Felchen gehört zum See“, sagt Hans-Peter Storz. „Wildfisch ist ein gesundes und natürliches Lebensmittel. Deswegen benötigen die Bestände und ihre Bedrohungen der besonderen Aufmerksamkeit der Landesverwaltung und der Regierung. Ein Ziel des Antrags sei es daher, vorhandene Erkenntnisse und Daten zu aktualisieren. Außerdem solle die Landesregierung über die Ergebnisse der Studien berichten, die sie in Auftrag gegeben habe.


Genauso wichtig wie die Arbeit der Behörden sei das Engagement der Fischer am See. Berufsfischer, aber auch Freizeitangler müssten, so Storz und Zeller, in die Aktivitäten zum Schutz der Fischbestände mit einbezogen und regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informiert werden. „Denn Fischer und Angler sind fachkundige Naturschützer, das sollte auch eine grün geführte Regierung nicht vergessen,“ sagt Storz.


Ohne Informationen zur Wasserqualität sind Daten zur Fischerei am See unvollständig. Daher fragt Storz nach der Entwicklung des Nitrat-Phosphor-Verhältnisses im See und wie sich dieses auf die Bestände der Burgunderblutalge auswirkt. Auch über die Entwicklung des Sauerstoffgehalts in den Tiefwasserschichten soll die Regierung berichten. Diese werde durch die Kaltwasserzufuhr beeinflusst. „Der See wird intensiv und gründlich erforscht. Ich will, dass diese Ergebnisse auch politisch diskutiert werden, damit wir geeignete Maßnahmen für Probleme im See diskutieren und in die Tat umsetzen können,“ sagt Hans-Peter Storz.


Die SPD-Fraktion hat den Antrag bei der Landtagsverwaltung eingereicht. Die Landesregierung hat nun drei Wochen Zeit, die Fragen zu beantworten. Liegt die Stellungnahme vor, wird der Antrag im Ausschuss für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz diskutiert. „Wenn nötig, werden wir auf dieser Basis weitere Anträge, zum Beispiel auch für den Landtagshaushalt 2022 oder ein Kormoranmanagement stellen,“ beschreibt Storz die weitere Vorgehensweise.

 

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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